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Das House of Controlling

Aus der grundsätzlichen Aufgabenstellung von Controllern ergibt sich eine klare Abgrenzung des Rollenverständnisses und der Aktionsfelder von Controllern. Dies kann als House of Controlling charakterisiert werden. Besuchen Sie zu diesem Thema ebenfalls das Web-Based-Training zum House of Controlling.



 

Das House of Controlling ist eine von der Professur BWL IV entwickelte tragfähige Systematik der Controllerarbeit, die inzwischen auch in der betriebswirtschaftlichen Praxis Anwendung findet – so z.B. im Controlling des Deutsche Bahn Konzerns (vgl. Lutz, Richard (2007): Effizienz und Wirkungsgrad im Controlling. In: Horváth, Péter (Hrsg.): Erfolgstreiber für das Controlling. Konzepte und Praxislösungen, Stuttgart, S. 99-110, hier S. 104).

  • Rollenverständnis der Controller
    Das ‚Fundament’ des House of Controlling bilden die beiden Rollen, die Controller hierfür ausfüllen müssen. Dies ist zum einen die Rolle des betriebswirtschaftlichen Beraters, zum anderen die Rolle des Methoden- und Systemdienstleisters.

  • Aktionsfelder der Controllerarbeit
    Die inhaltlich-funktionale Umsetzung der Controllerarbeit (Controllership) – dargestellt als ‚Säulen’ des House of Controlling – erfolgt über die Aktionsfelder der Controllerarbeit. Hier werden zunächst drei originäre oder Kern-Aktionsfelder unterschieden, nämlich Planung, Berichtswesen und Performance-Messung.  
    Unter Planung verstehen wir die zielorientierte Gestaltung des zukünftigen Unternehmensgeschehens, die auf einer aussagekräftigen und transparenten Analyse des Ist (Berichtswesen) aufsetzt. Um in dezentral geführten Unternehmen die Zielerreichung sicherzustellen, sind geeignete Kennzahlen zur Performance-Messung erforderlich, die den Beitrag des Managements zu den Unternehmenszielen laufend erheben und damit Grundlage für die Incentivierung sind.
    Zur Realisierung dieser originären Aktionsfelder sind zwei weitere derivative Aktionsfelder erforderlich. Sie umfassen zum einen die Gestaltung der controllingrelevanten Informations- und Kommunikationstechnologien, ohne deren Unterstützung moderne Planungs-, Reporting- und Steuerungssysteme undenkbar sind, und zum anderen die adäquat professionelle Institutionalisierung der Controllerarbeit. Letztere beinhaltet sowohl die organisatorische Gestaltung des Controllerbereichs einschließlich der Eingliederung in die Gesamtorganisation des Unternehmens als auch sämtliche Aspekte der Personalführung im Controllerbereich.

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